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Geschichte

Von der Heimathalle zum Heimatmuseum

 

Viele der Touristen, der ehemaligen und ortsansässigen Zella-Mehliser; die das Heimatmuseum am Mehliser Markt besuchten, wurden schon vor dem Betreten des ersten Raumes durch einen Spruch von Jakob Grimm eingestimmt:

"In der Geschichte hat alles, auch das Geringere
seinen Reiz und sein Recht."

Nach diesem Motto wird in unserer Heimatstadt seit Jahrzehnten sowohl Geringeres mit seinem Reiz wie auch Bedeutsames gesammelt, vor der Vernichtung bewahrt und für die Öffentlichkeit ausgestellt. Dies ist aber auch eine Geschichte von immer wiederkehrendem unsachgemäßen Umgang mit unwiederbringlichem Kulturgut bis hin zu seiner bewussten Zerstörung. Doch glücklicherweise fanden sich stets auch wieder Menschen, die ungeachtet des enormen Zeitaufwandes einen Neuanfang machten - für die Stadt Zella-Mehlis, für ihre Einwohner und Gäste.

Um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert war man im damaligen Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha bestrebt, neben den großen herzoglichen Sammlungen in der Residenzstadt, verstärkt auch Volkskundliches zusammenzutragen. Dieses Vorhaben wurde wohl auch deshalb forciert, weil beispielsweise neben den Männertrachten, die damals kaum noch getragen wurden, nun auch die Frauentrachten mehr und mehr aus dem kleinstädtischen, aber auch schon aus dem dörflichen Bild schwanden. Um hier zu bewahren, was noch zu bewahren war, zielte man auf die Einrichtung eines Volkstrachtenmuseums. Dieses sollte auf der Wachsenburg bei Haarhausen angesiedelt werden.

Hierzu verfassten im Jahre 1901 auch die damaligen Zellaer bzw. Mehliser Pfarrer Thielemann und Dr. Gildemeister Aufrufe an die Einwohner ihrer Städte. Sie regten die Mitbürger an, in ihren Truhen und Schränken nach Trachten und Trachtenteilen Ausschau zu halten und diese möglichst dem genannten Museum zur Verfügung zu stellen.

Auf diesem Wege scheinen doch viele Trachten und Altertümer von hier an das im Juni 1902 eröffnete Wachsenburg-Museum übergeben worden zu sein. Diese repräsentative Sammlung wurde in den darauffolgenden Jahren weit über den einst vorgesehenen Rahmen hinaus erweitert. So kamen u. a. auch Produkte der Fa. Heinrich Ehrhardt zur Ausstellung.

Doch auch den Bürgern selbst wurde die Möglichkeit gegeben, sich mit Geschichtswissen zu befassen. So fand hier im Jahr 1906 eine mehrteilige, stets gut besuchte Vortragsreihe unter dem Titel "Kunstgeschichtliche Heimatkunde" statt. Vortragender war der Historiker Prof. Weber von der Universität Jena. (Dieser war es übrigens auch, der im Jahre 1910 die Wallgräben des Ruppberggipfels untersuchte).

In Gotha fand 1907 auch das erste Trachtenfest des Herzogtums statt. Ein weiteres wurde im Jahr darauf in Reinhardsbrunn veranstaltet.

Schließlich sind damals auch die bürgerlichen Familien ganz direkt angesprochen worden, indem man sie zum Anlegen von Chroniken und Ahnentafeln und damit zum Festhalten der Familiengeschichte anregte.

Was bis dahin jedoch weitgehend unberücksichtigt blieb, war die Darstellung von Ortsgeschichte der Kleinstädte und Dörfer.

Und das betraf auch die Orte Zella St. Blasii und Mehlis, zumal es sich bei ihnen um Städte mit einer aus wirtschaftlicher Sicht überregionaler Bedeutung und einer Jahrhunderte währenden Tradition des Handwerks, vornehmlich der Waffenfertigung, handelte.

Den Gedanken griff damals bezeichnenderweise nicht ein Verein, sondern der Bürgermeister von Zella St. Blasii Otto Barthelmes auf, der im Jahre 1907 zur Gründung einer "Heimathalle" aufrief. Er selbst verfasste Aufrufe zum Sammeln an die Einwohner und schrieb viele Briefe an ehemalige Zellaer; die im Ausland in exponierter Stellung beruflich tätig waren. Er bat hierbei um Geschenke bzw. Leihgaben von Geschichtszeugen die geeignet waren, die Entwicklung der Waffenfertigung zu dokumentieren. Auf diese Art und Weise entstand nach und nach ein Fundus an Waffen, Werkzeugen, Fotos, Gemälden und Dokumenten, der nach knapp zwei Jahren einen beträchtlichen Umfang erreichte. Für die Sammlung wurden städtischerseits Räume der ehemaligen Fachschule in der Forstgasse 2 zur Verfügung gestellt.

 


Fachschule 1903, Forstgasse 2 (heute Pfarramt)


Hier wurde schließlich auch am 27. 06. 1909 das Ortsmuseum der Stadt Zella St. Blasii eröffnet. Im Laufe der darauffolgenden Jahre vergrößerte sich der Umfang der Ausstellung durch Übergaben wesentlich. Auch Funde, die bei Baumaßnahmen im Ort gemacht wurden, sind in die Sammlung aufgenommen worden.

Auch in der Stadt Mehlis gab es ein Ortsmuseum. In der Kaiserschule (heute Altbau der Hugo-Jacobi-Schule) wurde eine Sammlung des Gewerbevereins Mehlis zusammengetragen. Leider ist über diese heute nur recht wenig bekannt. Als Gründungsdatum für dieses Museum steht der 18. 12. 1910. Auch nicht bekannt ist, inwieweit dieses Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde und wie lange es sich in diesem Gebäude befand.

Für das Ortsmuseum Zella St. Blasii ebbte das Interesse durch die Wirren des Ersten Weltkrieges ab. Die Sammlung wurde 1918 - die Fachschule war mittlerweile zum Diakonat geworden - infolge der damals herrschenden Wohnungsnot auf den Boden der Luther-Schule ausgelagert. Da diese Schule aber gleichzeitig auch als Jugendherberge genutzt wurde, wird berichtet, daß auf diesem Weg wohl viele Stücke als "Andenken in alle Lande" mitgingen.

1919 wurde dann ein Teil dieser Sammlung dem Fundus der Mehliser Kaiserschule zugeordnet und somit sichergestellt. Andere Exponate konnten noch Jahre später im Heizungskeller der Luther-Schule vom damaligen Direktor und Heimatforscher Eugen König vor einer Verwendung als Heizmaterial gerettet werden.


Kaiserschule 1912 (heute Hugo-Jacobi-Schule)


Am 1. April 1919 wurden bekanntlich die beiden Einzelorte zur Stadt Zella-Mehlis vereint. Die ersten gemeinsamen Jahre waren gekennzeichnet durch die Nachwirkungen des Krieges und die Inflation, die die Entwicklung der jungen Doppelstadt behinderten. Und dieser Umstand wirkte sich natürlich ebenso wenig förderlich auf die Sammlungen der beiden ehemaligen Ortsmuseen aus. Sie waren zu diesem Zeitpunkt arg dezimiert und darüber hinaus in ungeeigneter Weise magaziniert.

Als eine der ersten großen und sicher auch demonstrativ auf die gemeinsame Zukunft der beiden ehemaligen Einzelorte gerichteten Maßnahmen, beschloß der Stadtrat den Bau eines Rathauses, welcher 1924 bis 1925 erfolgte. Für diesen Sitz der Stadtverwaltung der seiner Zeit kreisfreien Stadt Zella-Mehlis erschien der Stadtverwaltung unter Oberbürgermeister Gerhard offensichtlich die wirksame Darstellung der Geschichte und Gegenwart mit der Einrichtung eines dort integrierten Ortsmuseums als wichtig.

So wurden bei der Rathauseinweihung 1925 auch zwei Museumsräume mit übergeben, die aber schon im Juni 1926 um einen Raum erweitert werden mussten.


Zella-Mehlis mit Rathaus und Ruppberg

Der erste Bereich zeigte eine Ausstellung von historischen Handfeuerwaffen, der in der Breite der Darstellung der Waffenentwicklung für unsere Region als einmalig galt. Im zweiten Raum waren moderne Handfeuerwaffen ausgestellt. Der dritte Raum war mit der Bezeichnung "Verschiedenes" überschrieben, was sich z. B. auf Innungssachen, Schlosserarbeiten, Meisterstücke und Lehrlingsarbeiten, sowie Belegstücke für die hier ansässige Kleineisenfertigung bezog.

Im Februar 1928 musste aufgrund des immer größer werdenden Fundus dem Museumsbereich ein weiterer Raum zugeordnet werden. In diesem Zusammenhang wurde eine Ausstellungsneuordnung für den letzten der beiden Räume ins Auge gefasst, da auch die Darstellung des Waffenbeschusses z. B. mit einer Sammlung hierbei gesprungener Läufe sowie eine Mercedes-Büromaschinen-Sammlung hinzugekommen waren.

Bezeichnend für die Förderung, die diese Einrichtung aus ganz Deutschland erfuhr, war, dass von den ca. 130 historischen Waffen nur vier angekauft werden mussten. Unterstützung kam jedoch nicht nur von zahlreichen Privatpersonen, sondern auch von Institutionen wie dem Reichswehrministerium, welches allein 1931 19 Gewehre und zwei Wallbüchsen überstellte.

Neben der waffengeschichtlichen Abteilung, die übrigens von dem Direktor der Thüringer Beschussanstalt Zella-Mehlis, Paul Weiß, geleitet wurde, keimte Anfang der 30er Jahre auch der Gedanke der Gründung eines Heimatmuseums bzw. eines stadtgeschichtlichen Bereiches im Rathaus.

Der Realisierung dieses Vorhabens kam jedoch offensichtlich die NSDAP mit den ihr untergeordneten Dienststellen zuvor, die sich mit dem Jahre 1933 im Rathaus zusehend ausbreiteten, und auch auf die vier Museumsräume spekulierten. Auf diese Art und Weise wurde Anfang 1934 das Ortsmuseum aus dem Rathaus verdrängt.

Als Auslagerungsstandort wurde die Hügelschule in der Bahnhofstraße 10 auserkoren. In diesem, zuvor ganz als Berufsschule genutzten Gebäude, stand nun die erste Etage zur Verfügung. Hier wurde das Waffen- und Kleineisenmuseum am 02. 09. 1934 in vier Räumen mit drei Abteilungen wiedereröffnet.

Die Abteilung Waffenmuseum wurde wiederum vom Beschussdirektor Weiß betreut. Einer Neugestaltung unterzog Berufsschuldirektor Becher die Abteilung Industrie- und Handwerksausstellung. Als Grundstock dafür diente die Sammlung des damals bereits aufgelösten Gewerbevereins Mehlis. Auch eine Abteilung Heimatmuseum wurde nun eingerichtet und von Hermann Barthelmes, dem Sohn des ehemaligen Zellaer Bürgermeisters, geleitet.

Der Bestand an historischen Waffen war nunmehr auf über 200 angestiegen. Auch Grabungsfunde aus dem Stadtgebiet konnten wiederum in den Bestand aufgenommen werden.

Man nahm auch Jubiläen zum Anlaß, um Sonderausstellungen vorzubereiten. Als Beispiel sei hier die 310. Wiederkehr der Gründung der Büchsenmacherinnung Zella-Mehlis im Jahre 1939 genannt.

Das Ansehen, welches das Waffen- und Kleineisenmuseum Ende der 30er Jahre genoss, dokumentierten z. B. auch Rundfunk- und Filmaufnahmen, die damals in dieser Einrichtung aufgezeichnet wurden. Leider blieben die Nachforschungen nach diesem Bild- und Tonmaterial bisher ohne Erfolg.

Das Museum wurde auch noch in den ersten Jahren des Krieges arbeitsfähig gehalten und bis mindestens 1941 wurden regelmäßige Öffnungszeiten ermöglicht.

Über die folgenden Jahre hüllt sich jedoch ein dunkler Schleier. Die umfangreiche Waffensammlung und andere wesentliche Teile des Fundus gelten spätestens seit Kriegsende als verschollen. Wie andere Häuser in Deutschland, litt auch unser Museum unter den Folgen des Krieges. Ähnlich ging es aber auch vielen Sammlungen in den von Deutschland okkupierten Ländern, wo Hitlers Sondereinheiten suchten, fanden und "sicherstellten".

Die bisher angestellten Recherchen zum Verbleib des Großteils des alten Fundus lassen bis heute noch keine endgültige Schlussfolgerung zu. Noch stehen aber auch in Zella-Mehlis Spekulationen und widersprüchliche Aussagen einigen wenigen überprüfbaren Tatsachen gegenüber.

Nach einer gewissen Beruhigung der gesellschaftlichen Verhältnisse in der Nachkriegszeit, vor allem aber nach der Sicherung der grundlegenden Existenzbedingungen, drehten sich die Gedanken auch bald wieder um das Museum.

Schon 1948 stand das Thema wieder auf der Tagesordnung einer Stadtratssitzung. Auch ein Beschluß wurde gefasst - ohne jedoch umgesetzt zu werden. 1951 unternahm der damalige "Kulturbund der Erneuerung" einen erneuten Vorstoß - auch diesmal ohne Erfolg.

Erst 1957 nahm die erneute Gründung eines Museums durch einen erneuten Stadtverordnetenbeschluss konkrete Gestalt an.

Mitte des Jahres 1958 wurde nun der spärliche Restfundus des alten Waffen- und Kleineisenmuseums aus der Hügelschule in ein nahes Firmengebäude umgelagert und ein Jahr später erfolgte die erneute Verlagerung in das heutige Museumsgebäude am Mehliser Markt. Dieses war ein Wohn- und Geschäftshaus, welches sich im Besitz von Frau Marie Schmidt, besser bekannt als "Kaspers Marie", befand. Sie war es, die ihr Anwesen in uneigennütziger Weise 1960 der Stadt Zella-Mehlis zum Geschenk machte - letztlich zur Einrichtung eines Museums. Nach und nach hatte sich auch ein recht fester Stamm von Enthusiasten zusammengefunden. Männer wie Claus Amberg, Harry und Werner Ansorg, Fritz Büchner, Ernst Diemar, Lothar Gottschild, der damalige 2. Bürgermeister Horst Greulich, Klaus Hering, Walter Hilbert, Adolf Mach, Friedrich Schlütter, Erich Strohschein u. a. waren es, die hier gute Gedanken zur Tat werden ließen.

Am 07. Oktober 1963 war dann der große Tag der Eröffnung des Heimatmuseums Zella-Mehlis in den ehemaligen Wohn- und Geschäftsräumen in der ersten Etage.

Waren schon seit zehn Jahren in Freizeitarbeit viele erhaltenswerte Sachzeugen der Geschichte in und um Zella-Mehlis zusammengetragen worden, mussten jetzt zusätzlich noch die Öffnungszeiten abgesichert werden. Niemand weiß heute, wie viele Stunden und welche finanziellen Mittel auch aus Privathand in diese städtische Einrichtung investiert wurden. Fest steht jedoch, dass hierdurch Kulturgut im großen Umfang gesammelt und damit vor seiner Vernichtung gerettet wurde.

Später kamen zwei weitere Räume in der oberen Etage und der Giebel als Ausstellungsfläche hinzu. In den Jahren 1978 bis 1981 wurde die Scheune, durch die damalige Arbeitsgemeinschaft Heimatmuseum im Kulturbund der DDR, der zu diesem Zeitpunkt auch eine recht große Anzahl Jugendlicher angehörten, ausgebaut. Seit ihrer Fertigstellung ist hier vor allen Dingen die agrarhistorische Ausstellung untergebracht. Einen weiteren Blickfang stellt die anläßlich des 2. Zella-Mehliser Stadtfestes im September 1991 eröffnete Kleineisenwerkstatt dar. Hier konnte man sich einen besonders deutlichen Eindruck von der Arbeitswelt der Zeit um 1900 verschaffen.

Ein wesentlicher Meilenstein wurde für unser Heimatmuseum noch zur Vorwendezeit im Jahr 1987 gesetzt. Erstmals war diese Einrichtung unter eine hauptamtlichen Leitung gestellt worden. Damit wurde der bis dahin ehrenamtliche Leiter Werner Ansorg, der das Haus während seiner langjährigen Tätigkeit als unermüdlicher Organisator und beliebter Museumsführer mit zu einem weithin bekannten Aushängeschild für unsere Stadt machte, durch Lothar Schreier abgelöst. Durch diesen Schritt konnte nun auch eine neue Qualität von Museumsarbeit Einzug halten und die wissenschaftliche Aufarbeitung des Fundus sowie die Umgestaltung des Ausstellungsbereiches konnten beginnen. Erst hiermit wurde durch die Verbindung der vier tragenden Säulen eines Museums - dem Sammeln und dem Bewahren, dem Forschen und dem Ausstellen - wirklich umfassende Museumsarbeit ermöglicht.

Dass dieser Weg notwendig und richtig war, bestätigen nicht nur die Anzahl der Besucher - aus aller Herren Länder -, sondern auch zahlreiche Kontakte zu Wissenschaftlern und Sammlern des In- und Auslandes.

Es sei nun, nachdem die Geschichte der musealen Sammlungen in unserer Heimatstadt von 1907 bis in die heutige Zeit behandelt wurde, auch ein Blick in die Zukunft erlaubt.

Auf Grund des akuten Platzmangels und der räumlichen Bedingungen ist die Einrichtung derzeit nur in der Lage, ca. 20 % des Bestandes in den Ausstellungen zu zeigen. Sehr wesentliche Bestandteile des Fundus befinden sich in verschiedenen Depots in Zella-Mehlis und können somit nicht ausgestellt werden. Diese würden aber mit ihrer überregionalen Bedeutung zu einen Besuchermagneten für unser Heimatmuseum und dieses damit in verstärktem Maße zu einem infrasturkturellen Faktor der Entwicklung des Fremdenverkehrs in Zella-Mehlis.

Aus diesem Grund wurde eine Museumsentwicklungskonzeption erarbeitet, welche von der Stadtverordnetenversammlung im März 1992 zum Beschluss erhoben worden ist. Diese Konzeption bezieht sich gebäudeseitig auf die Objekte der ehemaligen Beschussanstalt in der Anspelstraße 25 und auf die Gesenkschmiede im Lubenbach.

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude der ehemaligen Herzoglich-Sächsischen, später Thüringischen Beschussanstalt aus dem Jahre 1893 ist überdies in der durch die Planungsgruppe Bonn erarbeiteten Stadtsanierungskonzeption für Zella-Mehlis als Technisches Museum ausgewiesen. Hier sollen nach genannter Konzeption schwerpunktmäßig folgende Ausstellungskomplexe gezeigt werden:

  • Stadtgeschichte
  • Geschichte der örtlichen Eisen- und Stahlgewinnung und -Verarbeitung
  • Entwicklung von Metallhandwerk und -Industrie (vor allen Dingen Waffenherstellung, -beschuss, -firmen, Fahrzeugbau und Büromaschinen)
  • Sport- und Vereinsgeschichte
  • Darstellung Zella-Mehliser Persönlichkeiten

Es sind die Schwerpunkte, die für die zukünftige Entwicklung des Heimatmuseums Zella-Mehlis zu einem technischen Museum bestimmend sind. Hierbei besteht auch Übereinstimmung mit dem Museumsentwicklungskonzept des Museumverbandes Thüringen e. V., welches den Rahmen für die Gesamtentwicklung des Museumswesen im Land Thüringen darstellt.

Aber - auch das sollte nicht vergessen werden - diese Entwicklung stellt die Fortführung des Gedankens der historischen Sammeltätigkeit dar, der hier in Zella-Mehlis im Jahre 1907 in einem Rathaus begründet wurde.
Denken wir auch an die Verpflichtung, die sich aus der mittlerweile aus mehreren zehntausend Einzelstücken bestehenden Sammlung ergibt, die im Laufe von fast 90 Jahren zum Großteil auch aus Spenden der Bevölkerung entstanden ist.
Und denken wir nicht zuletzt daran, wieviel Kraft mehrere Generationen von Zella-Mehliser Heimatfreunden in diesem Zeitraum für die Sammel- und Forschungstätigkeit aufgebracht haben - für die Stadt Zella-Mehlis und für ihre Gäste.

(Für weitere Hinweise und Ergänzungen wäre der Verfasser dankbar. )

Quellenhinweise:

  • Lokalpresse von 1895-1940
  • Persönliche Aufzeichnungen des Bürgermeisters Otto Barthelmes
  • Werbe- und Jubiläumsschriften der Stadt Zella-Mehlis
  • Informationen des langjährigen ehrenamtlichen Museumsleiters Werner Ansorg

Lutz von Nordheim (Leiter des Stadtmuseums)

 

 
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