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Das faule Gretchen

Wer so ein faules Gretchen hat,
kann der wohl lustig sein?
Sie schläft ja alle Morgen, Morgen,
bis daß die Sonne scheint,
bis daß der Hirt austreibt.

Der Vater aus dem Walde kam,
das Gretchen, das schlief noch.
Schlaf du potztausend Teufel, Teufel,
unsre Kuh steht noch im Stall,
und der Hirt ist schon im Wald.

Das Gretchen aus dem Bette sprang,
ihr Röcklein in der Hand.
Sie tat das Kühlem melken, melken
mit der ungewaschnen Hand.
Ist das nicht eine Schand?

Als sie die Kuh gemolken hat,
da goß sie Wasser zu
und sagt zu ihrem Vater, Vater:
So viel Milch gibt unsre Kuh,
das macht die lange Ruh.

Als sie die Milch nun seihen wollt,
kein Seihtuch war im Haus.
Sie nahm 'n Paar leinerne Hosen, Hosen
und riß den Arsch heraus,
da macht sie ein Seihtuch draus.

Das Gretchen von dem Vater ging,
ein Stöcklein in der Hand,
sie tat das Kühlein treiben, treiben,
bis in den grünen Wald,
wo sie den Hirten fand.

Ach Hirte, lieber Hirte mein,
was hab ich dir getan,
daß du nicht alle Morgen, Morgen
blasest vor meiner Tür:
Faules Gretchen, komm hervür!

Willst du mir geben die Buttermilch,
wie's alle Weiber tun,
so will ich alle Morgen, Morgen
blasen vor deiner Tür:
Lustig Gretchen, komm hervür!

 

 
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