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Schiller-Schule

Neubau einer Schule in Mehlis

  • Genehmigung der Zeichnung durch die Oberbehörde am 13.04.1912
  • Einlieferungstermin der Offerten am 25.08.1912
  • Beginn des Ausschachtens am 30.08.1912
  • Inangriffnahme der Maurerarbeiten am13.09.1912
  • Einstellung der Arbeiten am 4.11.1912
  • Wiederaufnahme der Arbeiten am 28.03.1913
  • Beginn des Richtens am 30.04.1913
  • Beendigung des Richtens am 15.05.1913
  • Probebelastung der Decke am 7.06.1913
  • Rohbauabnahme am 20.06.1913
  • Anlieferung der Heizkörper am 23.06.1913
  • Beginn des Straßenbaues am 26.06.1913

Neuerungen 1926

  • auf dem Dachgeschoss wurde eine Werkstatt errichtet
  • der Schulhof wurde umzäunt
  • die Zentralheizung wurde entfernt
  • das Dach wurde repariert
  • im Physikzimmer wurde ein treppenartig abgestufter Holzfußboden eingerichtet
  • die Gesamtkosten betrugen hier 11.200 Mark

Firmen für den Bau der Schule

  • Firma Paul Gockenbach aus Arnstadt: Deckenbau
  • Otto Ziegler aus Mehlis: Mechanische Glaserei
  • und Bildereinrahmungsgeschäft
  • B. Hallenbach’s Nachf.; Inhaber W. & A. Simon aus Schmalkalden: Wandbrunnen
  • Gebrüder Franke Hoflieferanten aus Kirchenlamitz: Granitwerke des Epprechtsteins des großen und kleinen Kornberges
  • Carl Fr. Beyer aus Mehlis: Werkzeugmaschinen,  technische Artikel, Bau-Artikel, Haus- und Küchengeräte, Öfen und Herde
  • Oskar Karl aus Mehlis: Baugeschäft und techn. Bureau
  • Paul Schulz aus Mehlis: Malermeister
  • Vereinigte Fabriken für Schul- und Turnhallen-Einrichtungen; Fabrik aus Niesky Oberlausitz
  • Hermann Uhlmann Hoflieferant aus Gera: Schulmöbelfabrik
  • Louis Anschütz aus Mehlis: mechanische Tischlerei und Möbelhandlung
  • J. Bauer aus Weimar: Parkett-Geschäft
  • Arthur Stötzer aus Mehlis: Baugeschäft, Zeichnungen, Kostenanschläge und wasserdichte Arbeiten
  • Neuwieder Schulbank- und Schulmöbelfabrik G.m.b.H aus Neuwied am Rhein
  • Reinhold Kührt aus Mehlis: Wassermeister
  • Architekt W. Lange aus Mehlis
  • H. Wesche Hoch- und Tiefbau aus Leimbach bei Bad Salzungen

Kosten der Arbeiten an der Schule

  • Maurerarbeiten - 72530,00 Mark
  • Zimmerarbeiten - 8902,70 Mark
  • Klempnerarbeiten - 2407.10 Mark
  • Dachdeckerarbeiten —4506,50 Mark
  • Schmiede- und Eisenarbeiten - 6939,00 Mark
  • Treppenstufen - 2315,00 Mark
  • Massivfußböden und Wandbekleidung - 5815,00 Mark
  • Stuckarbeiten - 300,00 Mark
  • Glaserarbeiten -4607,50 Mark
  • Tischlerarbeiten - 13785,50 Mark
  • Töpferarbeiten - 660,00 Mark
  • Malerarbeiten - 2731,65 Mark
  • Gesamtkosten -125499,95 Mark

Gebühren der Kanalisations- und Müllabfuhr

Ab den 1. Januar 1950 wurden die Kanalisations- und Müllabfuhrgebühren von dem Kommunalwirtschaftsunternehmen (KWU) Zella-Mehlis eingezogen: 360 Mark Kanalisationsgebühren jährlich, jedoch keine Müllabfuhrgebühren.

Lehrkörper 1912

Rektor: Felix Krauß
Lehrer: Hörning, Georg Müller, Albert Müller, Trebsdorf, Hellmund, Hoffmann, Tauchert, Kehl, Warber, Niehoff, Worbes, Göbel, Zentgraf, Heß, Kleystäber, Warnecke, Schmidt
Lehrerinnen: Frl. Andreas, Frl. Brandt, Frl. Lewin, Frl. Rodel, Frl. Regel, Frl. Och
Handarbeitslehrerinnen: Fr. Krauße, Frl. Hörning
Schuldiener: Otto Kirschner, Fr. Elise Weiß

Der Schulgarten

Das Grundstücksamt vergab im Frühjahr 1946 die Gartenbenutzung. Die nur die Schiller-Schule und die Hugo-Jacobi-Schule durften ihn ab den 1. April 1947 benutzen. Im Oktober 1946 verlangte die Schiller-Schule jedoch, dass ab den 1. April allen Benutzern die Weiterbenutzung ermöglicht wird, denn die Nutzer bezahlten zwischen ein und drei Mark, um im Schulgarten zu arbeiten. Außerdem waren noch größere Schwierigkeiten zu erwarten, weil die meisten Benutzer sich darauf berufen haben, dass sie das Gartenland umgegraben und gedüngt haben, aber nun nicht davon profitieren können.

Schillerschule
Die Friedrich-Schiller-Schule wurde von dem Mehliser Architekt W. Lange entworfen und 1913 erbaut. Sie war damals eine Volksschule und ab 1927 eine Realschule. Damals war das die höchste Bildungsanstalt in Mehlis. Später war die Schiller-Schule eine Oberschule für Jungen und heute ist sie eine Grundschule, an der ca. 150 Schüler lernen.
Schillerschule Schillerschule
Historischer Lageplan und Gedenkstein auf dem Schulhof.
Schillerschule
Schulbänke ähnlicher Bauart gab es sicher früher auch in der Schillerschule.
SchillerschuleSchillerschule
Schulgartenarbeiten


Bearbeitung: Geschichts- und Museumsverein Zella-Mehlis e.V.
Text: Heinrich-Ehrhardt-Gymnasium/F. Dahl, R. Michel
Quellen: Stadtarchiv Zella-Mehlis, Internetseite der Schule

 

 
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