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Geschichts- und Museumsverein

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Steinbach - Hallenberg

Die Ritter im großen Hermannsberge

Ohnweit Steinbach-Hallenberg, nach Suhl zu, erheben sich der große und der kleine Hermannsberg, der erstere ein bedeutender, weit sichtbarer Hochgipfel der Thüringischen Gebirgskette, und einer der bevorzugten mythischen Sagenträger.

Schon der Name Hermann deutet auf frühe Zeit hin, und daß die spätere Sage auch hier wieder Riesen der Mythe zu Rittern des Mittelalters verjüngte, beweißt, daß sie in dem hohen Porphyrfelskamm, mit dem der große Hermannsberggipfel gekrönt ist, die Trümmer eines Schlosses erblickt, von dem keine Urkunde zeugt.

Auch hier ist der Ritter der jüngeren Sage wieder der in den Berg verwünschte und gebannte Held der alten Mythe, gleich dem Berner, dem Eckhart, dem Tanhäuser, dem Rothbart. Auch hier hört man des Nachts wildes und entsetzliches Geschrei des Ritters und seiner Wappner: ersterer hat, um großer Schätze theilhaft zu werden, 12 Seelen geopfert.

Bisweilen sind die Ritter außerhalb des Bergesinnern Kegel schiebend erblickt worden (offenbarer Hinweiß nach der Riesensage) und haben einmal einem Hirtenknaben, der ihnen die Kegel aufsetzen mußte, das ganze Spiel, doch ohne die Kugeln geschenkt. Er hatte schwer daran zu tragen, doch trug er's heim, und warf es unter die Treppe.

Ein anderesmal traf er die Ritter wieder im Freien, wieder Kegel schiebend an, setzte ihnen wieder auf, und erhielt jetzt auch die Kugeln. Als nun daheim der Hirte mit seinen Kammeraden an einem Sonntage auch Kegel schieben wollte, waren Kegel und Kugeln in Gold verwandelt.

Aus einem Dorfwirthshause am Fuße des großen Hermannsberges, wahrscheinlich Schönau, sagte der Wirth seiner Magd, weil sie schläfrig war, und Abends am Spinnrocken einnickte, sie solle hinauf auf den Hermannsberg gehen, und dort Wein holen, weil doch droben in dem Ritterkeller, ganz wie im Singerberge und im Ringelsteine, Fässer voll steinalten Weins lägen. Das Mädchen befolgt schlaftrunken den Befehl ihres Herrn, sie geht, sie empfängt Wein, und weiß nicht wie? Dem Herrn war's nur ein Scherz gewesen, er und seine Gäste sind ganz erstaunt, als nach langem außenbleiben die Dirne mit Wein zurückkehrt. Der Wein wurde gekostet, er war uralt und schwer, und brannte wie Fegefeuer.

Einst ging ein Wanderer, von einem Führer geleitet, über die Trift von Steinbach-Hallenberg nach Mehlis zu, zwischen dem Hermannsberge und dem Berge, welcher das Triegelloch heißt. Trigel (Trügel) ist ein Name der Wichtlein und Erdzwerge, der die neckische, meist täuschende und unzuverlässige Seite ihres Charakters zeigt - und die kaum irgend in der Nähe solcher Wunderberge, Fegefeuersitze und mythischer Hochgipfel fehlen - dem begegnete eine Gestalt wie ein Mensch, die stumm an ihm und dem Führer vorüberschritt. Sie hatte kein Gesicht. Es war ein Märzmorgen und hatte frisch geschneit; die Gestalt aber hatte in dem Schnee keinerlei Fußtapfen zurückgelassen.

Thüringer Sagenbuch. Coburg (Georg Sendelbach) 1858.

100 Jahre Zella-Mehlis
 

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Der Internationale Museumstag fand am 17. Mai 2020 nur mit vielen Einschränkungen, vor allem mit Onlineangeboten, statt. Auch wir haben wir eine Museumstag-Extra-Intenetseite zusammengestellt:

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Mensch König! So hieß bis Ende September 2020 eine Sonderausstellung im Stadtmuseum in der „Beschußanstalt“ Zella-Mehlis. Die Ausstellung hat uns kleinem Museumsteam viel Mühe bereitet. Wir fänden es schade, wenn diese nun im Depot verschwände. Damit Sie diese Ausstellung auch weiterhin besuchen können, haben wir die Inhalte in einer Internetpräsentation verfügbar gemacht.

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